Politik

Schavan: Adulte Stammzellforschung bleibt Schwerpunkt

Freitag, 4. Mai 2007

Bonn – Die Bundesregierung will weiterhin schwerpunktmäßig die adulte Stammzellforschung fördern. Das versicherte Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) am Freitag bei der Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken in Bonn. Demgegenüber bilde die embryonale Stammzellforschung die Ausnahme. Die Zahl der Anträge für embryonale Stammzellforschung in diesem Jahr „tendiert gegen Null“, so die Ministerin.

Nach den Worten Schavans rangiert der Lebensschutz vor der Forschungsfreiheit. Die Regierung lehne deshalb eine Abschaffung der Stichtagsregelung im Stammzellgesetz ab. Eine Verschiebung des Datums habe eine gewisse symbolische, aber keine substanzielle Bedeutung. Forschung, bei der Embryonen zerstört werden, ist in Deutschland generell verboten. Deshalb dürfen in der Bundesrepublik auch keine menschlichen embryonalen Stammzellen hergestellt werden. Verwendet werden dürfen laut Stammzellgesetz nur Zellen, die vor dem Stichtag 1. Januar 2002 im Ausland entstanden sind. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft will diesen Stichtag ganz abschaffen. Am Mittwoch findet dazu im Bundestag eine Anhörung statt.

Schavan warb um Verständnis für Beschlüsse auf europäischer Ebene zur Stammzellforschung, auch wenn diese im Sinne des Lebensschutzes nicht immer zufriedenstellend seien. Oft gehe es nicht anders, als angesichts viel weit reichender Bestrebungen dem kleineren Übel zuzustimmen. © kna/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Politik

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige