Ausland

Australische Sterbehelfer importieren Selbstmord-Präparat

Dienstag, 8. Mai 2007

Sydney - Sterbehilfe-Aktivisten haben in Australien eine neue Debatte um Selbstmord-Präparate entfacht. Mitglieder der Organisation „Exit Australia“ sagten am Dienstag im Fernsehsender ABC, eine „wachsende Zahl älterer Australier“ importiere aus Mexiko das starke Beruhigungsmittel Nembutal. Mehr als 100 Senioren besäßen bereits das Medikament, das in Überdosis genommen zum Tode führe. Weitere 100 wollten sich in näherer Zukunft Nembutal beschaffen.

Der 96-jährige Fred Short gestand in einem aufgezeichneten Interview, er gehöre zu einer Gruppe älterer Menschen, die das tödliche Mittel in einer ländlichen Region in einem Geheimlabor selbst herstellten. Er fürchte sich nicht vor einer eventuellen Verhaftung und einer Haftstrafe, so Short. Jeder solle das Recht haben, den Zeitpunkt seines Todes selbst zu bestimmen.

In Australien ist aktive Sterbehilfe untersagt, die australische Regierung hat jegliche Werbung für Methoden der Sterbehilfe sowie für Selbstmord-Methoden verboten. Allein die politische Diskussion um das Thema ist von dieser „Lex Nitschke“ ausgenommen. Der Arzt und Vorsitzende von „Exit Australia“ Philip Nitschke hatte in den vergangenen Jahren immer wieder für Schlagzeilen gesorgt, etwa durch die Vorstellung von Todesmaschinen, die Sterbewillige sich mit einfachen Mitteln selbst zusammenbauen können. © kna/aerzteblatt.de

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