Medizin

Down-Syndrom: Rückgang um 50 Prozent nach Einführung des Ultraschall-Screenings

Montag, 18. Juni 2007

Nizza – Seit der Einführung des nicht invasiven Screenings auf eine Trisomie 21 hat sich in Dänemark die Zahl der Kinder, die mit einem Downsyndrom geboren werden, fast halbiert. Dies zeigt eine auf der Jahrestagung der European Society of Human Genetics in Nizza vorgestellte Studie.

Im September 2004 hat das dänische National Board of Health, die zentrale dänische Gesundheitsbehörde, ihre Leitlinien zur Pränataldiagnostik revidiert. Statt wie vorher grundsätzlich allen Schwangeren über 35 Jahren zu einer invasiven Pränataldiagnostik (Amniozentese oder Chorionzottenbiopsie) zu raten, wurde jetzt allen Frauen eine Ultraschalluntersuchung zur Nacken-Transparenz-Messung angeboten in Kombination mit einer Laboruntersuchung, die zwei serologische Risikofaktoren erfasste (Doppeltest). Eine invasive Diagnostik wurde nur empfohlen, wenn diese Screeningtests (Ultraschall und Labor) eine Wahrscheinlichkeit auf ein Down-Syndrom von 1: 300 ergeben hatten.

Dies hat, wie Karen Brøndum-Nielsen vom Kennedy Institut in Glostrup berichtet, nicht zur zu einer Entlastung bei der Pränataldiagnostik geführt: Amniozentese oder Chorionzottenbiopsie wurden nur noch bei 5 Prozent der Schwangerschaften statt vorher bei 11 Prozent durchgeführt. Auch die Zahl der Kinder, die mit Trisomie 21 geboren wurden, ging um etwa 50 Prozent zurück, berichtete Brøndum-Nielsen. Häufigste Gründe für die Geburt eines Kindes mit Down-Syndrom trotz Screening waren eine ablehnende Haltung der Mutter zum Screening, ein Versagen der Risikokalkulation (Wert über 1:300) oder eine späte Durchführung der Tests in der Schwangerschaft. © rme/aerzteblatt.de

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