Medizin

Verschärfte Bedingungen für den Handel mit Ephedra (Meerträubel)

Donnerstag, 12. Juli 2007

Bonn – Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat Ephedra (Meerträubel) der Grundstoffüberwachung unterstellt. Damit wird der Handel mit dem Heilkraut deutlich eingeschränkt. Der Grund ist die in letzter Zeit zunehmende Verwendung von Ephedrakraut zur illegalen Herstellung von Betäubungsmitteln. 

Ephedratkraut enthält herzkreislaufwirksame Alkaloide, darunter das namensgebende Ephedrin, das eine ähnliche Wirkung wie Amphetamin hat und wie dieses ein Abhängigkeitspotenzial besitzt. Im Internet wird Ephedrakraut seit einiger Zeit als „aufputschende Smartdroge“ oder auch als Aphrodisiakum gehandelt. Die neue Regelung soll die Quellen für diesen Handel trocken legen, denn das Grundstoffüberwachungsgesetz (offizielle Bezeichnung: Gesetz zur Überwachung des Verkehrs mit Grundstoffen, die für die unerlaubte Herstellung von Betäubungsmitteln missbraucht werden können) legt enge Regeln für den Handel fest. Dies gilt insbesondere für Kategorie-1-Stoffe, zu denen seit einiger Zeit Ephedrin und jetzt auch Ephedrakraut zählt.

Eine weitere Verschärfung der Rezeptpflicht ist offenbar nicht vorgesehen. Seit dem 1. April 2006 sind Ephedra-Arten und Zubereitungen daraus rezeptpflichtig. Ausgenommen sind homöopathische Verdünnungen (ab D1), da hier keine für den Missbrauch relevanten Mengen mehr enthalten sein dürften. Apotheken wurden jetzt von der Grundstoffüberwachung ausgenommen. Sie dürfen die Präparate wie bisher auf ein ärztliches Rezept hin abgeben. © rme/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Medizin

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige