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Ultraschall unterstützt eine gezielte Schmerztherapie

Dienstag, 17. Juli 2007

Bonn – Ärzte setzen die Sonografie nur zur Diagnostik, sondern zunehmend auch für therapeutische Maßnahmen ein. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) Mitte Juli hingewiesen. Nützlich sei das Ultraschall zum Beispiel, um Schmerzmedikamente gezielt an Nervenbahnen zu spritzen oder um Gefäßzugänge leichter anzulegen.

Ultraschallgeräte machten Muskeln, Blutgefäße und selbst feinste Nervenfasern sichtbar. Auf diese Weise könnten Ärzte mittels Sonografie am Bildschirm verfolgen, wo sich Nervenbahnen befänden und wie sich Schmerzmittel im Gewebe ausbreiteten. Die Sonografie verhindere so fehlerhafte Einstiche, die zu Blutergüssen oder anderen Komplikationen führen könnten.

In der Anästhesiologie und Intensivmedizin haben tragbare Ultraschallgeräte laut DEGUM besondere Vorteile: Ärzte könnten sie bei Notfällen oder auf der Intensivstation sofort einsetzen, ohne dass der Patient erst in einen Ultraschall-Untersuchungsraum transportiert werden müsse. Im Notfallraum oder im Operationsbereich können Gefäßzugänge mithilfe von Ultraschallbildern einfacher und schonender angelegt werden. Davon profitierten besonders kleine Kinder, bei denen die Blutgefäße manchmal kaum sichtbar seien.

„Die Vorteile dieser Techniken können aber nur dann optimal genutzt werden, wenn Ärzte dafür gut ausgebildet sind“, betonte die Fachgesellschaft. Sie biete dazu Kurse an, die über die Anforderungen der Weiterbildungsordnung für Fachärzte weit hinausgingen. © hil/aerzteblatt.de 

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