Warnung: Tollwut-Impfung bei Osteuropareisen sinnvoll
Dienstag, 7. August 2007
Düsseldorf - Wer nach Osteuropa reist, sollte nach Ansicht von Experten unbedingt eine Tollwut-Impfung in Betracht ziehen. Denn die für Menschen gefährliche Tierkrankheit sei in vielen ost- und südosteuropäischen Ländern weit verbreitet, erklärte das Centrum für Reisemedizin (CRM) am Dienstag in Düsseldorf.
Aktuell würden insbesondere aus Russland und der Ukraine Fälle gemeldet, in denen tollwütige Tiere Menschen gebissen hätten. Das CRM verwies darauf, dass die Kosten für diese Reiseimpfung neuerdings von zahlreichen gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.
Tollwut ist eine Virusinfektion, die meist durch Bissverletzungen von Hunden, Katzen oder Fledermäusen auf Menschen übertragen wird. Von der Ansteckung bis zum Beginn der Krankheit dauert es in der Regel ein bis drei Monate. Wenn die Krankheit zum Ausbruch kommt, verläuft sie tödlich. Für die Prophylaxe sind mindestens drei Impfungen innerhalb von drei bis vier Wochen notwendig.
Falls der Impfschutz fehlt, muss möglichst schnell nach dem Kontakt mit einem tollwutverdächtigen Tier geimpft werden, um einen Krankheitsausbruch zu verhindern. Genau dies sei in vielen Regionen Osteuropas schwierig, erklärte der wissenschaftliche Leiter des CRM, Erich Kröger. © afp/aerzteblatt.de
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