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Ärzte ohne Grenzen: Novartis muss indisches Patentrecht akzeptieren

Mittwoch, 8. August 2007

Basel/Berlin - Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat den Pharmakonzern Novartis aufgefordert, das indische Patentrecht zu akzeptieren und nichts zu unternehmen, um dieses zu verschärfen. Dazu überreichte die Organisation am Mittwoch in Basel eine Petition mit 420.000 Unterschriften.

Am 6. August hatte der Gerichtshof in Chennai, Indien, eine Patentrechtsklage des Konzerns zurückgewiesen. Ein Gerichtsentscheid zugunsten von Novartis hätte die Produktion von Generika in Indien und damit die Versorgung von Patienten in ärmeren Ländern laut Ärzte ohne Grenzen drastisch eingeschränkt.

„Der indische Gerichtsentscheid ist wegweisend für uns Ärzte: Wir sind zuversichtlich, dass wir zur Behandlung unserer Patienten weiterhin auf erschwingliche Medikamente aus Indien zurückgreifen können“, sagte Christophe Fournier, Internationaler Präsident von Ärzte ohne Grenzen, in Basel. 

Laut Novartis wird die Entscheidung des Gerichtes langfristig negative Auswirkungen auf die Erforschung und Entwicklung besserer Medikamente für Patienten in Indien und anderen Ländern haben. © hil/aerzteblatt.de

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