Politik

Pflegeassistenten sollen Versorgungslücken schließen

Mittwoch, 15. August 2007

Berlin – Für die Einführung staatlich bezuschusster Pflegehelfer in der ambulanten Altenpflege haben sich Unionspolitiker ausgesprochen. Diese so genannten Pflegeassistenten würden insbesondere von altersverwirrten Menschen dringend benötigt, so CDU-Familienexpertin Elisabeth Winkelmeier-Becker.

Demenzkranke seien neben der Fachpflege auch auf Haushaltshilfen und Unterstützung in der Hygiene angewiesen. Die Pflegeassistenz würde eine frühzeitige Abschiebung der Pflegebedürftigen in die teure stationäre Betreuung verhindern, ergänzte Uwe Schummer (CDU), Mitglied des Bildungsausschusses des Bundestages.

Nach den Vorstellungen der CDU-Politiker soll die Pflegeassistenz mit dem Qualifizierungskombilohn sowie mit dem Kommunal-Kombilohn mitfinanziert werden. Beim Qualifizierungskombilohn wird ein Zuschuss in Höhe von 50 Prozent des Bruttolohns für die Einstellung und gleichzeitige berufliche Qualifizierung junger Menschen gewährt.

Mit dem Kommunalkombilohn sollen in Landkreisen und kreisfreien Städten mit besonders hoher Arbeitslosigkeit neue Stellen gefördert werden. Finanziert werden damit Arbeitsplätze für zusätzliche und im öffentlichen Interesse liegende Tätigkeiten in den Kommunen. Nun müsse mit Hilfe einer Verordnung klargestellt werden, dass die Gelder für die Pflegeassistenz eingesetzt werden dürfen, sagte Schummer.

Das Aufgabenfeld des Pflegeassistenten soll unterhalb der Tätigkeit des Altenpflegers liegen. So würden die Pflegeassistenten unter anderem einkaufen gehen, die Wohnung reinigen, Essen reichen und beim Ankleiden behilflich sein. Der Bedarf für solche Tätigkeiten ist immens und wird derzeit durch Schwarzarbeit kompensiert. „Ein berechtigtes Bedürfnis sucht sich seinen Weg in die Schattenwirtschaft“, sagte Schummer.

Die Nachfrage werde in den nächsten Jahren aufgrund der demografischen Entwicklung weiter steigen, prognostizierte Winkelmeier-Becker. Es sei daher dringend notwendig, Ordnung  in den bislang ungeordneten Markt ambulanter Altenhelfer aus dem In- und Ausland zu bringen. © SR/aerzteblatt.de

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