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Bayern führt gesetzliche Vorsorgeuntersuchungen für Kinder ein

Montag, 10. September 2007

München – Bayern macht ab Anfang nächsten Jahres Vorsorgeuntersuchungen von Kleinkindern zur Pflicht. Gerade Kinder als die Schwächsten in der Gesellschaft bräuchten einen starken Staat, sagte Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) am Montag in München. Künftig solle jedes Kind in Bayern regelmäßig von einem Kinderarzt gesehen werden.

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Eltern, die ihren Nachwuchs bei einer Tageseinrichtung anmelden oder einschulen wollten, müssten einen Nachweis über die Pflichtuntersuchung bringen. Ein solcher sei auch beim Antrag auf Landeserziehungsgeld nötig.

Stoiber betonte, dass der Vorrang der Eltern bei der Erziehung nicht angetastet werden solle. Es gebe aber auch Kinder, die besonders geschützt werden müssten; diese dürfe der Staat nicht im Stich lassen. Etwa zehn Prozent der Eltern in Bayern lassen laut Familienministerin Christa Stewens (CSU) ihre Kinder nicht untersuchen.

Mit der Teilnahmepflicht solle die Quote bei den Vorsorgeuntersuchungen gesteigert werden. Ärzte und Hebammen sind zudem in Zukunft verpflichtet, bei gewichtigen Anhaltspunkten für Misshandlungen, Vernachlässigung und sexuellem Missbrauch dies den Jugendämtern zu melden. © kna/aerzteblatt.de

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