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Umweltverschmutzung kein entscheidender Faktor für Krebs

Dienstag, 18. September 2007

Brüssel – Für mehr als die Hälfte aller Krebsfälle bei Männern (55 Prozent) und gut zwei Drittel aller Krebserkrankungen bei Frauen (70 Prozent) lassen sich keine konkreten Ursachen feststellen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle französische Studie, bei der die Autoren die Literatur zur Krebsentstehung in Frankreich aus dem Jahr 2000 ausgewertet haben. Urheber des Berichts sind die französischen Akademien für Medizin und Wissenschaften, das Internationale Center für die Erforschung von Krebserkrankungen (CIRC) in Zusammenarbeit mit diversen Krebsinstituten.

Sicher ist der Studie zufolge: Hauptauslöser für Krebs ist der Nikotinkonsum, gefolgt von übermäßigem Alkoholgenuss. Rund vier Prozent aller Krebsleiden gehen auf Infektionen zurück, beispielsweise mit Papillomaviren oder Hepatitis B beziehungsweise C auslösende Erreger. Der Bericht bestätigt zudem, dass Übergewicht einschließlich mangelnder körperlicher Aktivität sowie Hormonbehandlungen während der Menopause eine nachweisbare Rolle bei der Entstehung von Krebs spielen. 

Die Umweltverschmutzung hingegen führe zu keiner nennenswerten Zahl von Krebserkrankungen, so die Autoren. Die Auswertung ergab, dass Faktoren wie die Luftverschmutzung im Bezugszeitraum nur für rund 0,5 Prozent aller Krebsfälle in Frankreich verantwortlich waren. Um die große Zahl von Erkrankungsfällen zu erklären, für die sich bislang keine Ursachen finden lassen, regen die Wissenschaftler weitere umfassende Langzeitstudien an. © ps/aerzteblatt.de

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