Politik

Welthospiztag: Deutschland hat einen großen Nachholbedarf

Freitag, 5. Oktober 2007

Berlin – Auch nach über 20 Jahren Hospizbewegung ist Deutschland noch immer ein Entwicklungsland im Hospizbereich. Das sagte der Geschäftsführende Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch, im Vorfeld des Welthospiztages 2007 am 6. Oktober.

4,4 Prozent der jährlich rund 830.000 Sterbenden in Deutschland erhielten eine Hospiz-Versorgung und 2,5 Prozent erhielten eine umfassende, hauptamtliche Palliativ-Versorgung. Im Vergleich dazu liege der Versorgungsgrad in den skandinavischen Ländern und Großbritannien bei bis zu 40 Prozent. „Das zeigt, welche großen Herausforderungen noch vor uns liegen. Ziel ist es, mindestens eine 30-prozentige Palliative-Care-Versorgung für alle Betroffenen in Pflegeheimen, Krankenhäusern und auch zu Hause zu ermöglichen“, sagte Brysch.

Ein erster Schritt in diese Richtung sei der in der jüngsten Gesundheitsreform festgeschriebene Rechtsanspruch auf eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung. „Jetzt aber kommt es auf die Umsetzung in die Praxis an“, betonte Brysch.

Rund um den 6. Oktober sind in Städten auf der ganzen Welt Veranstaltungen geplant, um die Hospizidee ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Wie jedes zweite Jahr wird auch in diesem Jahr der Welthospiztag von der Aktion „Voices for Hospices“ begleitet, einem globalen Simultankonzert, das sich seit 1988 in mittlerweile über 70 Ländern zu einer der größten Musikveranstaltung der Welt entwickelt hat.

An diesem Tag werden rund um den Globus um 19.30 Uhr Ortszeit Konzerte stattfinden, deren Klänge sich aufgrund der Zeitverschiebung wie eine Welle über den Erdball verbreiten werden. © hil/aerzteblatt.de 

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