Vermischtes

Dignitas strebt Legalisierung der Sterbehilfe an

Montag, 22. Oktober 2007

Berlin - Die umstrittene Schweizer Sterbehilfe-Organisation Dignitas strebt eine Legalisierung aktiver Sterbehilfe in Deutschland an. Durch einen juristischen Präzedenzfall wolle man erreichen, dass Sterbehilfe künftig straffrei bleibe, sagte der Dignitas-Vorsitzende Ludwig Minelli der „Berliner Zeitung“ von Montag. Dazu suche man im Großraum Berlin nach einer sterbewilligen Person. Wer einem todkranken Menschen beim Suizid assistiere, solle sich nicht mehr strafbar machen.

„Wir müssen jemanden finden, der selbst und dessen Angehörige bereit sind, das Risiko der Strafverfolgung einzugehen“, so Minelli weiter. Die finanziellen Belastungen des Prozesses werde Dignitas übernehmen. Durch die juristische Klärung wolle man auch erreichen, dass das für die Suizidhilfe in der Schweiz verwendete Medikament Natriumpentobarbital in Deutschland zugelassen werde.

Minelli bestätigte mit seinen Äußerungen einen Bericht der in Zürich erscheinenden „Sonntagszeitung“. Darin hatte der Vize-Vorsitzende des deutschen Dignitas-Ablegers Dignitate, Uwe-Christian Arnold, das geplante juristische Vorgehen angekündigt. Man hoffe, dass die Richter in der Region Berlin beim Thema Freitod-Begleitung aufgeschlossener seien, so Arnold. 

Minelli bezeichnete dieses Vorgehen als „vernunftgemäße Annahme“, weil der Einfluss der Kirchen als Hauptgegner der Sterbehilfe in Ostdeutschland nicht so groß sei. © kna/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Vermischtes

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige