Bessere Raucherabstinenz mit Hypnotherapie
Mittwoch, 24. Oktober 2007
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| dpa |
Salem – Auf der Suche nach einer effektiven Therapie der Tabakabhängigkeit haben US-Pulmologen die Hypnose entdeckt. Nach einer auf der Jahrestagung der American College of Chest Physicians vorgestellten Studie ist die Hypnotherapie besser als die Nikotinsubstitution in der Lage, die Patienten von ihrer Sucht zu befreien.
Rauchen ist die häufigste vermeidbare Krankheitsursache von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und nach einem Krankenhausaufenthalt sind viele Patienten hoch motiviert, abstinent zu werden. Der Wille allein reicht jedoch in der Regel nicht aus, wie einmal mehr die Studie zeigt, deren Ergebnisse Faysal Hasan vom North Shore Medical Center in Salem im US-Bundesstaat Massachusetts auf der Tagung CHEST 2007 in Chicago vorstellte.
Von den 16 Teilnehmern, die den kalten Entzug „cold turkey“ versuchten, unterstützt durch Broschüren und Informationsmaterial, hatten nach einem halben Jahr 12 die alte Gewohnheit wieder aufgegriffen. Von den 19 Personen, die eine Nikotinersatzbehandlung versuchten, waren 16 wieder rückfällig geworden. Bei der Hypnotherapie hingegen schafften 7 von 14 Patienten den Absprung. Die Kombination von Hypnotherapie und Nikotinersatzbehandlung hatte die gleiche Erfolgsquote.
Dass neben den Hilfestellungen die Motivation eine Rolle spielt, zeigt die Unterteilung nach den Krankheiten, deretwegen die Patienten hospitalisiert worden waren. Patienten mit kardialen Erkrankungen, von denen viele dem „Tod schon einmal ins Auge gesehen“ hatten, schafften zu 46 Prozent die Abstinenz, bei Patienten mit Lungenerkrankungen, die häufig den Ernst ihrer Lage nicht begreifen, waren es nur 16 Prozent.
Ob dieses Motivationsdefizit durch die Hypnotherapie ausgeglichen werden kann, steht indes nicht fest. Denn eine Studie mit gerade einmal 67 Patienten ist schwerlich in der Lage, eine evidenzbasierte Behandlung zu etablieren. Auch die jüngste Cochrane Analyse konstatiert vor allem einen Mangel an Studien. Die Autoren konnten nur 9 Studien mit 14 verschiedenen Kontrollinterventionen ausfindig machen. Es gibt nicht genügend Ergebnisse aus qualitativ hochwertigen Studien über die Wirksamkeit von Hypnosetherapie bei Rauchern, die aufhören wollen, lautet die aktuelle Einschätzung der Meta-Analytiker. © rme/aerzteblatt.de
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