Jahreszeit beeinflusst Erfolg in der Therapie der Hypertonie
Dienstag, 6. November 2007
Washington – Die Behandlungsergebnisse sind bei der arteriellen Hypertonie in den Wintermonaten schlechter als im Sommer. Dies zeigt eine Auswertung der US-Veteranenbehörde, die jetzt auf der Jahrestagung der American Heart Association in Orlando/Florida vorgestellt wurde.
Mit 1,8 Milliarden Krankenakten von 1,1 Millionen Patienten verfügt die US-Veteranenbehörde über den weltweit wohl größten Fundus von Patientendaten, was auch subtile Analysen ermöglicht. Etwa jener von Ross Fletcher von der Georgetown Universität in Washington, der untersucht hat, wie häufig es den Ärzten gelingt, die Hypertonie ihrer Patienten erfolgreich zu behandeln.
Diese „Hypertensives Returning to Normal“ oder HRN-Rate ist in den Jahren 2002 bis 2006 um rund. 4 Prozent pro Jahr gestiegen. Diese erfreuliche Verbesserung der Therapie verlief jedoch nicht stetig. Immer in den Sommermonaten waren die Ärzte in ihrem Bemühen etwas erfolgreicher als im Winter. Die HRN-Rate lag (wie die Grafik zeigt) um 7,76 Prozent (Länge von Pfeil A) höher als in den Wintermonaten.
Diese Gesetzmäßigkeit konnte Fletcher für alle Regionen nachweisen. Es spielte keine Rolle, ob die Hypertoniker in Anchorage/Alaska einen langen dunklen Winter überstehen mussten, oder in Miami/Florida mildere Temperaturen und längere Tage genießen durften. Fletcher vermutet, das andere saisonale Gründe die Unterschiede erklären. Denkbar sei, dass die leichte Gewichtszunahme oder die geringere Bewegung in den Wintermonaten eine Rolle spielen. © rme/aerzteblatt.de
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