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Fachgesellschaft: Internetsüchtige brauchen frühzeitig medizinische Hilfe

Donnerstag, 8. November 2007

Berlin – Menschen mit einer Internetsucht brauchen frühzeitig psychotherapeutische und suchtmedizinische Hilfe. Darauf hat die Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) im Vorfeld ihrer Jahrestagung hingewiesen. Das Treffen findet vom 21. bis 24. November in Berlin statt.

Hinter einer Online-Sucht verbergen sich nach Angaben der Fachgesellschaft oftmals Identitätsprobleme, Depressionen und Angststörungen. „Das Internet ist für viele Betroffene ein Weg, um vor Enttäuschungen und Problemen in eine Scheinwelt zu fliehen und sich von negativen Gefühlen abzulenken“, sagte Karl Mann, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie.

Wenn Betroffene in der realen Welt nicht mehr über ihre Bedürfnisse sprächen und das soziale Umfeld allmählich zusammenbreche, könne die Online-Sucht zu einem Teufelskreis werden. „Betroffene und Angehörige sollten daher nicht zögern, einen Psychotherapeuten aufzusuchen“, so Mann. 

Experten schätzten, dass etwa zehn Prozent der Internet-Benutzer gefährdet seien, eine Online-Sucht zu entwickeln. Bei einem Prozent der Benutzer liege eine Online-Sucht vor. Ein besonders hohes Risiko hätten Jugendliche unter 20 Jahren, Singles und Menschen über 50 Jahren. © hil/aerzteblatt.de

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