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Ärzteschaft

Kolloquium: Welche ärztlichen Leistungen delegierbar sind

Montag, 12. November 2007

Cottbus – „Die Bundesärztekammer (BÄK) lehnt ein Auseinanderdividieren der ärztlichen Verantwortung ab. Dies bedeutet aber nicht, dass wir nicht für Kooperationsmodelle sind. Gerade bei der Behandlung multimorbider Patienten begrüßen wir diese.“ Das betonte die stellvertretende BÄK-Hauptgeschäftsführerin Regina Klakow-Franck auf einem Kolloquium der Landesärztekammer Brandenburg am 9. November in Dahlewitz. Laut Klakow-Franck überarbeitet die BÄK im Augenblick einen Katalog delegierbarer Leistungen. 

Ausgelöst hat die aktuelle Diskussion das Gutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen von Anfang Juli 2007. Darin spricht sich der Rat dafür aus, bestimmte ärztliche Aufgaben schrittweise an nicht ärztliche Berufe vor allem in der Pflege zu übertragen. 

Überzeugt davon, dass Pflegekräfte über eine gute Qualifikation verfügen und mehr Aufgaben übernehmen können, zeigte sich auf der Veranstaltung die erste Vorsitzende des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe, Landesverband Berlin/Brandenburg, Gertrud Hergenhahn.

Welche die ureigensten Aufgaben des Arztes sind, dazu äußerte sich Eckart Frantz, der Vorsitzende des Landesverbandes der Leitenden Krankenhausärzte Brandenburg: „Die Diagnose, die Therapie und die Beratung des Patienten in medizinischen Fragen – dies alles sind Monopole der Ärzte. Sollte sich daran etwas ändern, wird die Axt an den Berufsstand angesetzt“, so Frantz.

Auf die Gefahren für die Weiterbildung in den operativen Fächern und der Anästhesie wies der Präsident der Ärztekammer Brandenburg hin. Udo Wolter: Aus Sicht der Kammer wäre es fatal, wenn künftig Pflegepersonal die Arbeit von Ärzten im Operationssaal übernimmt. „Wo bliebe dann das Heranführen des Weiterbildungsassistenten an den OP?“ fragte der Kammerpräsident. © hil/aerzteblatt.de

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