Invasiver Brustkrebs: Biomarker ermöglichen Vorhersage Jahre im Voraus
Montag, 19. November 2007
San Francisco – Wissenschaftler der University of San Francisco haben verschiedene Biomarker ausgemacht, deren Bestimmung eine Vorhersage darüber erlaubt, ob eine Frau mit nicht invasivem Brustkrebs in der Folge eine invasive Form entwickelt. Sie publizierten ihre Ergebnisse in dem Fachblatt Cancer Cell (2007; 12: 479-491).
Etwa 12 bis 15 Prozent aller Frauen mit der Diagnose duktales Carcinoma in situ (DCIS) entwickeln innerhalb des ersten Jahrzehnts einen invasiv wachsenden Krebs. Da bisher nach Angaben der Arbeitsgruppe verlässliche Vorhersagemöglichkeiten fehlten, ergingen an alle Frauen mit DCIS ähnliche Therapieempfehlungen. Daher forschten die Wissenschaftler der USF nach Biomarkern, welche die Entwicklung zum invasiven Tumor vorhersagen können.
Die Arbeitsgruppe analysierte molekulare Charakteristika im Zusammenhang mit dem weiteren Verlauf nach DCIS. Dabei konnten die Forscher Biomarker identifizieren, die manche Zellen als Reaktion auf Stress exprimieren. Diese erwiesen sich als Indikatoren für einen aggressiven Phenotyp von Tumor.
„Die Identifikation von Biomarkern zur Vorhersage von Tumoren erlaubt es uns, das individuelle Risiko von Frauen mit DCIS abzuschätzen, einen invasiven Tumor zu entwickeln“, erklärt die Erstautorin Thea D. Tlsty: „Dies wird uns davor bewahren diese Frauen über- oder unterzubehandeln.“ © hil/aerzteblatt.de
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