Dublin – Den Klinikleitungen der irischen Krankenhäuser gelingt es offenbar nicht, die schlechten Hygienezustände auf den Stationen merklich zu verbessern. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung hervor, die in der Republik für gesundheitspolitische Schlagzeilen sorgt. Demnach erfüllt keines der untersuchen staatlichen Krankenhäuser die vom Dubliner Gesundheitsministerium geforderten Hygienebestimmungen.
Anzeige
Die Untersuchung wurde von der „Health Information and Quality Authority“ (HIQA) durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine unabhängige Aufsichtsstelle, die mit der Überwachung der Versorgungsqualität im irischen Gesundheitswesen betraut ist. Die Experten besuchten landesweit 51 staatliche Kliniken. Ergebnis: Nicht eine Klinik erfüllte alle vom Dubliner Gesundheitsministerium als „erforderlich“ beziehungsweise „wünschenswert“ eingestuften Hygienekriterien.
Laut HIQA waren neun der untersuchten Kliniken derart schmutzig, dass Patientenleben „in akuter Gefahr“ seien. In Irland steigt seit Jahren die Zahl der nosokomialen Infektionen deutlich an. Die schlechten hygienischen Zustände in den staatlichen Kliniken sind nach Einschätzung irischer Fachärzte der Hauptgrund, für die Ausbreitung von Infektionen mit multiresistenten Krankheitskeimen.
Der HIQA zufolge wurden in 35 der 51 untersuchten staatlichen Kliniken „deutliche Mängel bei der Hyiene“ festgestellt. Lediglich sieben der 51 Krankenhäuser schnitten mit einer besseren Bewertungsnote ab. Das freilich heiße nicht, dass es nicht auch in diesen Kliniken deutliche Verbesserungsmöglichkeiten gebe, relativierte ein HIQA-Sprecher vor Journalisten in Dublin.
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.