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Ärzteschaft

KV Bayerns fürchtet Verlust von einer halben Milliarde Euro

Donnerstag, 6. Dezember 2007

München – Vor einer „Zerreißprobe“ steht die ambulante medizinische, zahnmedizinische und psychotherapeutische Versorgung in Bayern nach Auffassung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) des Bundeslandes. Hauptgrund dafür seien die Umstellung der Krankenkassenfinanzierung auf den Gesundheitsfond und die Honorarreform der Ärzte. 

„In der sowieso bereits angespannten wirtschaftlichen Situation vieler Praxen würden dadurch Tausende von Ärzten und Psychotherapeuten an den Rand des Ruins geraten. Die medizinische und psychotherapeutische Versorgung der bayerischen Bevölkerung würde sich deutlich verschlechtern. Die bayerische Staatsregierung muss nun einschreiten und dafür sorgen, dass genügend finanzielle Mittel bereitgestellt werden“, sagte der KV-Vorstandsvorsitzende Axel Munte auf der Jahrespressekonferenz der KV am Donnerstag.

Als Beispiel für besonders gefährdete Arztgruppen nannte er die konservativ tätigen Augenärzte. „Diese Praxen haben seit Jahren mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen, sie wird die Honorarreform besonders hart treffen“ so Munte. 

Die schlechten finanziellen Perspektiven sind laut Gabriel Schmidt, erster stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der KVB, auch ein wesentlicher Grund dafür, warum sich immer weniger junge Mediziner für den Beruf des Allgemeinarztes entscheiden. „Fast die Hälfte der bayerischen Hausärzte sind über 53 Jahre alt“ warnte Schmidt.

Auch bei den Psychotherapeuten zeichneten sich bereits Versorgungsengpässe ab. „Etwa 40 Prozent der Psychotherapeuten sind heute 54 Jahre und älter, zudem beträgt in vielen bayerischen Landkreisen der Anteil der über 60-jährigen Psychotherapeuten über 15 Prozent“, sagte Rudi Bittner, zweiter stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der KV. © hil/aerzteblatt.de

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