Politik

Grüne: CDU opfert das christliche Menschenbild

Montag, 10. Dezember 2007

Berlin – Die Grünen haben ihre Kritik an der CDU-Haltung zur Stammzellforschung bekräftigt. Die Partei habe für „schnöde Lobby-Interessen das christliche Menschenbild geopfert“, meinte Parteichefin Claudia Roth am Montag vor Journalisten in Berlin. Damit bereite sie den Weg für verbrauchende Embryonenforschung in Deutschland.

Roth bekundete ausdrücklich Unterstützung für die Forderung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann. Dieser hatte für eine deutliche Umstrukturierung der Forschungsförderung hin zu adulter Stammzellforschung plädiert. Menschenrechtsgruppen, Kirchen und Grüne sollten dafür gemeinsam kämpfen.

Die Deutsche Evangelische Allianz betonte unterdessen ihre Zustimmung zur Kritik katholischer Bischöfe. Es sei sehr enttäuschend, dass sich ausgerechnet die CDU in Fragen des menschlichen Lebensschutzes „noch weiter von biblischen Maßstäben“ entferne als bislang, erklärte ihr Generalsekretär Hartmut Steeb. Die Allianz lehne eine Verschiebung des Stichtags im Stammzellgesetz ab.

Derzeit dürfen Wissenschaftler in Deutschland nur solche embryonalen Stammzellen für die Forschung verwenden, die vor dem Stichtag 1. Januar 2002 im Ausland entstanden sind. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und Politiker wollen diesen Stichtag ganz abschaffen oder auf den 1. Mai 2007 verschieben.

Vor einer Woche hatte der CDU-Bundesparteitag nach Empfehlungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesforschungsministerin Annette Schavan mit knapper Mehrheit dafür votiert, eine Stichtagsverschiebung im Stammzellgesetz grundsätzlich nicht auszuschließen. © kna/aerzteblatt.de

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