Politik

Bei Aussprache der Union überwiegt Nein zu Stichtagsverschiebung

Dienstag, 11. Dezember 2007

Gegen eine Verschiebung des Stichtags: Volker Kauder

Berlin – Die CDU-Spitze bekommt beim Thema Stammzellforschung Gegenwind aus der Unionsfraktion des Bundestages. Bei einer knapp zweistündigen Aussprache am Dienstagnachmittag wandte sich eine deutliche Mehrheit der Redner gegen eine Verschiebung des Stichtags für den Import embryonaler Stammzellen und damit gegen eine Lockerung des Stammzellgesetzes. Anders als beim Bundesparteitag gab es zum Abschluss keine förmliche Abstimmung.

Mehrere Abgeordnete sagten auf Anfrage, gut zwei Drittel der etwa 20 Wortmeldungen hätten sich gegen eine freizügigere Regelung gewandt. Fraktionschef Volker Kauder (CDU) habe sich als letzter Redner vehement gegen eine Lockerung gewandt und vor einer Verzweckung von Embryonen gewarnt.

Prominenteste Vertreterin der Befürworter war demzufolge Forschungsministerin Annette Schavan (CDU). Bundeskanzlerin Angela Merkel folgte zwar der Aussprache, ergriff aber diesmal nicht das Wort. Wie es hieß, wurde in mehreren Beiträgen die Haltung von Vertretern der katholischen Kirche angeführt und deren Ton wiederholt als zu scharf kritisiert.

Mehrere Redner der Minderheit warben, wie Schavan, für eine „einmalige“ Verschiebung des Stichtages, um Grundlagenforschung besser möglich zu machen, oder für einen völligen Wegfall der Stichtagsregelung. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Dörflinger, der auch Bundesvorsitzender des Kolpingwerkes ist, sagte nach der Aussprache, vor einer Lockerung des jetzigen Stammzellgesetzes würde er für ein völliges Verbot der Forschung an embryonalen menschlichen Stammzellen in Deutschland votieren. © kna/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Politik

Fachgebiet

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige