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Prostatakarzinom nicht durch Sexualhormone verursacht

Dienstag, 5. Februar 2008

Oxford – Sexualhormone erhöhen das Risiko eines Prostatakarzinoms nicht. Das stellten Wissenschaftler der University of Oxford mittels einer Meta-Analyse von 18 früheren Studien fest. Sie veröffentlichen ihre Ergebnisse online im Journal of the National Cancer Institute (doi:10.1093/jnci/djm323).

Lange Zeit galten hohe Spiegel männlicher Sexualhormone als Risikofaktor für ein Prostatakarzinom. Über zwanzig prospektive Studien versuchten, dies definitiv zu klären. Die Resultate waren jedoch nach Angaben der Wissenschaftler widersprüchlich.

Die Forscher um Andrew Roddam von der University of Oxford sammelten Daten aus 18 Studien und analysierten anhand dieser den Zusammenhang zwischen Sexhormonspiegeln im Blut und dem Auftreten des Prostatakarzinoms.

Der Arbeitsgruppe lagen Daten zu 3.886 Männern mit Prostatakarzinom und 6.438 Kontrollpersonen vor. Die Auswertung der Studie ergab keinen signifikanten Zusammenhang zwischen Prostatakarzinomrisiko und den Blutspiegeln von Östrogen und Testosteron.

„Die Studie zwingt die Forschergemeinschaft, die verführerische, klinisch bedeutsame und biologisch plausible Hypothese beiseite zu schieben und sich an die schwierige Aufgabe zu machen, veränderbare Risikofaktoren für das Prostatakarzinom zu entdecken, zu analysieren und zu charakterisieren“, betonen die Autoren. © hil/aerzteblatt.de

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