Ausland

Drohender Hausarztmangel in Irland

Donnerstag, 7. Februar 2008

Dublin – In Irland werden die Hausärzte knapp. Trotz der sich abzeichnenden Versorgungsengpässe in der staatlichen irischen Primärmedizin unternimmt die Regierung nach Ansicht ärztlicher Berufsverbände nicht genug, um für Abhilfe zu sorgen.

Wie aus aktuellen Zahlen der irischen Regierung und des „Health Service Excecutive“ (HSE) hervorgeht, werden bis zu 50 Prozent der staatlichen Hausärzte in den kommenden sieben Jahren aus Altersgründen aus dem Beruf ausscheiden. Die Mehrzahl dieser Hausärztinnen und Hausärzte arbeite derzeit „rund 70 Stunden pro Woche“, so ein HSE-Sprecher vor Journalisten in Dublin. Gleichzeitig würden aber nicht genug junge Hausärzte ausgebildet.

„In wenigen Jahren wird es in Irland nicht mehr genug Hausärzte geben“, so eine Sprecherin des irischen Ärztebundes (Irish Medical Organisation, IMO) kürzlich in Dublin. Die IMO geht davon aus, dass es in wenigen Jahren für viele Landbewohner Irlands nicht länger möglich sein werde, einen Hausarzt wohnortnah zu konsultieren. Deshalb fordern die ärztlichen Berufsverbände in der Republik von der Regierung eine deutliche Erhöhung der hausärztlichen Ausbildungskapazitäten sowohl an den Hochschulen als auch in den Praxen und Kliniken.

Derzeit gibt es laut HSE in der Republik „rund 150 Ausbildungsplätze für junge Hausärzte“. Notwendig seien allerdings „mindestens 250 Plätze“, um einen Hausarztmangel zu vermeiden Gesundheitsministerin Mary Harney gerät in jüngster Zeit zusehends in die Kritik, da sie es bislang versäumte, mehr Ausbildungsplätze für angehende Primärärzte. Die IMO spricht von „atemberaubender Ignoranz“. © KT/aerzteblatt.de

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