Politik

Bischof Huber bekräftigt Forderung nach Stichtagsverschiebung

Montag, 11. Februar 2008

München/Berlin – Wenige Tage vor der ersten Bundestagsdebatte über eine Reform des Stammzellgesetzes hat Bischof Wolfgang Huber sein Plädoyer für eine Verschiebung des Stichtages bekräftigt. Er fürchte, dass „eine zu starre Haltung einer viel weiter gehenden Liberalisierung Vorschub leistet“, sagte der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) der „Süddeutschen Zeitung“ vom  Montag. 

Derweil forderte die FDP-Forschungspolitikerin Ulrike Flach die Abschaffung der Stichtagsregelung. Diese habe nicht dazu beigetragen, dass Embryonen irgendwo auf der Welt nicht hätten sterben müssen, meinte sie im ZDF-Morgenmagazin. Huber verteidigte seine Position gegen den Vorwurf des Verrats. Ihn störe nicht Kritik, ihn störe jedoch „der Absolutheitsanspruch, mit der sie vorgetragen wird“. 

Massive Einwände an der Linie des EKD-Chefs kamen von katholischen Kirchenvertretern, aber auch von mehreren evangelischen Bischöfen in Deutschland. Er wisse, so Huber, dass er auch innerhalb der evangelischen Kirche angefeindet werde. Seine Position sei „heikel, aber Verantwortungsethik ist nun einmal heikel“. Er setze sich gleichwohl für den Lebensschutz ein. Die christlichen Kriterien des Lebensschutzes stünden gleichwohl „unangefochten“.

Flach, die mit gut 90 anderen Abgeordneten verschiedener Fraktionen einen Gesetzentwurf für eine weitgehende Freigabe der Forschung an embryonalen Stammzellen vorgelegt hat, verwies auf die „Ethik des Heilens“. Forschern solle es ermöglicht werden, Therapien für schwere Krankheiten wie Multiple Sklerose oder Parkinson zu entwickeln. © kna/aerzteblatt.de

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