Ärzteschaft

Vertreterversammlung der KV Hessen will weiterhin keine E-Card

Dienstag, 12. Februar 2008

Frankfurt - Der Termin für die deutschlandweite Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (E-Card) steht noch nicht fest. Die Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen hat sich daher auf ihrer Sitzung am 09. Februar in Frankfurt nochmals vehement gegen die Einführung der E-Card ausgesprochen. Es gebe nach wie vor gravierende Sicherheitsbedenken.

Stattdessen schlägt sie in ihrer Resolution eine personalisierte Versicherungskarte mit lebenslanger Versicherungsnummer vor. Zudem warnen die hessischen Ärzte und Psychotherapeuten erneut vor den Kosten des Projekts. Das Vorhaben werde zwar vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) mit 1,5 Milliarden Euro veranschlagt, nach Beurteilung der hessischen Vertreter werde es aber weitaus mehr kosten. Dies habe sich auch im europäischen Ausland gezeigt: Die Einführung der E-Card in England habe rund 25 Milliarden Euro gekostet.

Die VV habe daher einstimmig eine Resolution beschlossen, in der sie die KBV und das BMG auffordert:

• endlich das bisherige E-Card- beziehungsweise E-Rezept-Projekt zu stoppen, weil Daten im Internet nie hundertprozentig sicher sein können und weil bei realistischem Vergleich mit existierenden Projekten (England) die Gesamtkosten möglicherweise zwanzigmal so hoch sein werden wie die bisherigen offiziellen Kostenschätzungen,

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• stattdessen die bisherige Karte mit einem Foto und einer lebenslang eindeutigen Versicherungsnummer zu versehen. Dies kann zu einem winzigen Bruchteil der bisher veranschlagten Kosten umgesetzt werden; eine gegebenenfalls individuell gewünschte Speicherung von Patientendaten kann auf einem separaten modernen Speichermedium erfolgen.

Weiterhin machte die VV deutlich, dass das BMG die von ihm selbst erstellten Anforderungen des Paragraphen 12 SGB V (wirtschaftlich, ausreichend, notwendig und zweckmäßig) befolgen sollte und Gesundheitspolitiker ebenso wie Ärzte eine persönliche Budgetverantwortung übernähmen. © sun/aerzteblatt.de

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