Politik

Zollitsch: Hubers Kurswechsel schwächt Zeugnis der Kirchen

Montag, 18. Februar 2008

Baden-Baden – Der neue Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz Robert Zollitsch kritisiert den Kurs von Bischof Wolfgang Huber im Streit um die Stammzellforschung. Der Freiburger Erzbischof äußerte am Samstag im Südwestrundfunk (SWR) Bedauern, dass der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) seine Meinung zur Forschung mit embryonalen Stammzellen geändert habe.

Die von der katholischen Seite unterschiedliche Position schwäche das gemeinsame Zeugnis der Kirchen, sagte Zollitsch. Wenn sich die beiden Kirchen in solch fundamentalen Fragen uneins seien, habe es mancher Politiker leichter, anderen Positionen zuzustimmen. 

Huber spricht sich in der Diskussion über eine Reform des Stammzellgesetzes für eine einmalige Verschiebung des Stichtags aus, die katholische Kirche lehnt dies ab.

Zollitsch betonte im SWR zugleich, die unterschiedliche Position in dieser bioethischen Frage sei keine Belastungsprobe für die Ökumene. Das Miteinander der beiden großen Kirchen sehe er auf einem „langen, mühsamen Weg“. In den Bemühungen um die Ökumene werde er nicht nachlassen und schauen, wie er andere motiviere. In Baden seien beide Kirchen inzwischen auf einem guten Weg. 

Der am 5. Februar von den deutschen Bischöfen zum Nachfolger von Kardinal Karl Lehmann gewählte Zollitsch übernimmt an diesem Montag den Vorsitz der Bischofskonferenz. © kna/aerzteblatt.de

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