Berlin – Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat 16 Pilot-Pflegestützpunkte bestimmt. Wie das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte, werde das Beratungsmodell in allen Bundesländern erprobt. Die dabei gesammelten Erfahrungen im Aufbau und Betrieb sollen den Ländern bei der Entscheidung helfen, ob sie solche Stützpunkte einführen wollen oder nicht. Die Länder sollen ab Juli eine grundsätzliche Entscheidung treffen.
Die Stützpunkte sollen Familien mit Pflegebedürftigen unterstützen, indem sie Beratung aus einer Hand bieten. Als Anschubfinanzierung stehen laut Ministerium 60 Millionen Euro zur Verfügung. Vor allem in Wohlfahrtsverbänden gibt es deutliche Vorbehalte gegen das Konzept. Sie befürchten neue Bürokratie und Doppelstrukturen.
Ministerin Schmidt hingegen hatte sich für eine bundesweite und flächendeckende Einrichtung von Pflegestützpunkten eingesetzt. Das am 14. März vom Bundestag beschlossene Pflege-Weiterentwicklungsgesetz sieht nun aber vor, dass die Beratungsstellen Ländersache sind. © kna/aerzteblatt.de
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