Politik

Zypries für weitreichende Selbstbestimmung bei Patientenverfügungen

Dienstag, 25. März 2008

Berlin – Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hat sich erneut für ein weitreichendes Selbstbestimmungsrecht bei sogenannten Patientenverfügungen ausgesprochen. „Jeder Mensch muss selbst bestimmen können, unter welchen Umständen er lebenserhaltende Maßnahmen, etwa eine künstliche Ernährung, ablehnt“, sagte die Ministerin der „Berliner Zeitung“ vom Samstag. „Dieses Recht darf der Staat den Bürgern nicht nehmen.“ Sterbehilfe lehnte sie ab.

Der Wille des Patienten müsse unabhängig vom Stadium der Erkrankung gelten, betonte die Ministerin, die einen erst jüngst in den Bundestag eingebrachten Gesetzentwurf ihres Parteikollegen Joachim Stünker unterstützt. „Gerade bei Krankheiten wie Wachkoma und Demenz wollen die Menschen vorsorgen, bevor die Krankheit einen unumkehrbaren tödlichen Verlauf genommen und der Sterbeprozess bereits eingesetzt hat“, sagte Zypries.

Dass die Union noch Gespräche mit der Kirche führen wollen, könne sie nicht recht nachvollziehen. „Denn in der Verfügung legt der Patient doch nur fest, wann er einen medizinischen Eingriff ablehnt. Das heißt: Dem natürlichen Geschehen, das Gott vorgesehen hat, soll seinen Lauf gelassen werden, ohne dass der Mensch eingreift.“ Deshalb könne sie nicht erkennen, warum eine solche Regelung für die Kirchen problematisch sein könnte. © ddp/aerzteblatt.de

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