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Kardiologen fordern bessere Forschungsbedingungen in Deutschland

Donnerstag, 27. März 2008

Mannheim – „Dringend besser werden“ müssen die Rahmenbedingungen für die medizinische Forschung in Deutschland nach Auffassung der der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK). „Die immer schlechteren Rahmenbedingungen für die Forschung gefährden den Wissenschaftsstandort Deutschland und damit mittelfristig auch die medizinische Versorgung unserer Bevölkerung“, kritisierte der DGK-Präsident Gerd Heusch auf der 74. Jahrestagung der Gesellschaft vom 27. bis 29. März in Mannheim.

In der Forschung mit vom Empfänger selbst gewonnenen, daher ethisch unbedenklichen Stammzellen und ihrem Einsatz zur Reparatur des Herzinfarkts seien nicht Harvard und Stanford, sondern Düsseldorf, Frankfurt, Göttingen, Hannover und Rostock die führenden Standorte. „Auch wesentliche technische Innovationen wie beschichtete Ballonkatheter oder resorbierbare Stents stammen aus Deutschland. 

Im Jahresbericht der American Heart Association werden unter den zehn wichtigsten wissenschaftlichen Veröffentlichungen des Jahres 2007 zwei aus Deutschland gelistet. Doch derartige Erfolge könnten in Gefahr sein, warnte der DGK-Präsident: „Diese Ergebnisse stammen von einer Generation von Forschern, die alle noch eine Ausbildung in der kardiovaskulären Grundlagenforschung genossen haben. Das geschieht heute kaum noch, denn die Rahmenbedingungen für wissenschaftliche Arbeit an den Universitätsinstituten und -kliniken haben sich dramatisch verschlechtert“, so Heusch. 

Die Besoldungsreform der vorangegangenen Bundesregierung habe die Gehälter für Professoren deutlich reduziert. Während die Tarifgemeinschaft der Länder und der Marburger Bund eine verbesserte Honorierung der Krankenversorgung vereinbarten, sei die wissenschaftliche Tätigkeit von Ärzten und Naturwissenschaftlern ausdrücklich ausgenommen. „Wissenschaftliche Tätigkeit wird jetzt sogar noch schlechter bezahlt als zuvor“, so Heusch. © hil/aerzteblatt.de

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