Ärzteschaft

Bundesärztekammer warnt vor Bürokratie in EU-Organspendegesetz

Donnerstag, 3. April 2008

Brüssel - Die Bundesärztekammer warnt vor übermäßigen neuen bürokratischen Strukturen im geplanten EU-Gesetz zu Organspenden und -transplantationen. Die EU solle bei ihrer Gesetzgebung darauf achten, dass bewährte Systeme wie in Deutschland nicht durch völlig neue staatliche Institutionen ersetzt werden müssten, verlangte ihr Hauptgeschäftsführer Christoph Fuchs am Donnerstag in Brüssel.

Der CDU-Europaabgeordnete Peter Liese wies darauf hin, dass bislang bekanntgewordene Entwürfe der EU-Kommission den Aufbau nationaler Behörden und Kontrollinstanzen für Organspenden und Transplantationen verlangten. In Deutschland übernehme diese Kontrolle aber die Deutsche Stiftung Organtransplantation als bundesweite Koordinierungsstelle. Fuchs und Liese äußerten die Sorge, durch den Aufbau eines komplett neuen Systems könne die Versorgung mit ohnehin knappen Spenderorganen weiter verkompliziert werden.

Liese warnte davor, die EU-Richtlinie bei ihrer Umsetzung in deutsches Recht noch komplexer zu gestalten. Bei der EU-Richtlinie zur Qualitätssicherung von Zell- und Gewebespenden habe der Bundestag Vorschläge der Bundesregierung, die weit über das EU-Recht hinausgegangen wären, nur mit Mühe abwenden können. Fuchs rief dazu auf, die Spendenbereitschaft auf EU-Ebene durch Aufklärungskampagnen, Informationen und den Austausch über gut funktionierende Praktiken zu erhöhen. Dabei seien auch die Medien einzubeziehen. © kna/aerzteblatt.de

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