Ausland

England: Lebensschützer klagen gegen Embryo-Lizenzen

Mittwoch, 9. April 2008

London - Kritiker der Forschung an embryonalen Stammzellen gehen in Großbritannien gerichtlich gegen die Schaffung von Mensch-Tier-Embryos vor. Die Lobbygruppe für reproduktive Ethik CORE und die christliche juristische Vereinigung CLC haben gemeinsam eine Prüfung der entsprechenden Lizenzen der britischen Embryologie-Behörde beantragt, hieß es am Mittwoch in einer Stellungnahme.

Vor einer Woche war bekannt geworden, dass britische Wissenschaftler an der Universität Newcastle mit einer Sondererlaubnis der Regierung erstmals Embryos aus menschlichem und tierischem Zellmaterial geschaffen haben. Die Lobbyisten bezeichnen die Schaffung dieser sogenannten Chimären als „unnötig und illegal“. Es gebe dafür weder eine medizinische noch eine juristische Rechtfertigung. Steuergelder sollten besser in die Forschung an adulten Stammzellen fließen.

Die Lebensschützer wollen nicht als religiöse Fanatiker gesehen werden. „Die juristische Infragestellung ist kein Reflex, der auf religiösen Bedenken beruht, wie einige sicherlich behaupten werden, sondern das Resultat einer genauen Prüfung der Forschung und des Gesetzes“, so die Lobbyisten.

Die Regierung von Premierminister Gordon Brown arbeitet derzeit an einer Reform des Embryonengesetzes, das auch die Schaffung von Mensch-Tier-Embryos zu Forschungszwecken regeln soll. © kna/aerzteblatt.de

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