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Verband der Universitätsklinika Deutschlands sieht Hochschulmedizin gefährdet

Freitag, 11. April 2008

Berlin – Vor einer Gefährdung der Hochschulmedizin hat der Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) gewarnt. Er bezieht sich dabei auf eine Befragung der Vorstände der Universitätskliniken zur Lage der Hochschulmedizin. Der Grund für die Sorge: Der Tarifvertrag für Ärzte an Universitätskliniken aus dem Jahr 2006 verursache real zwischen 15 und 18 Prozent Mehrkosten, die in der aktuellen Struktur der Krankenhausvergütung nicht refinanzierbar seien und daher die Stellen anderer Berufsgruppen gefährdeten.

„Massive Kostensteigerungen müssen in der Finanzierung von Uniklinika angemessen berücksichtigt werden, um den Verbund aus Forschung, Lehre und Krankenversorgung – und damit die Zukunft der Medizin in Deutschland – langfristig zu sichern“, sagte der erste Vorsitzender des VUD und Leitende Ärztliche Direktor des Uniklinikums Heidelberg, Rüdiger Siewert. Die Krankenversorgung sei das Fundament der Hochschulmedizin, welche die medizinische Forschung vorantreibe und den ärztlichen Nachwuchs ausbilde.

Die Frage sei aber nicht, ob der Tarifabschluss angemessen sei. Vielmehr entstünden die Probleme, weil die Kliniken nicht in der Lage seien, diese Kosten wegen der gedeckelten Krankenhausentgelte zu refinanzieren. Der VUD fordert daher die Anbindung der Krankenhausvergütung an die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes. Tarifsteigerungen, die ohne die Universitätskrankenhäuser ausgehandelt wurden, müssten ausgeglichen werden, so der Verband.

Die Umfrage belege außerdem, dass mehr Investitionen für die Hochschulmedizin in der Forschung und Krankenversorgung erfolgen sollten. „Forschung, Lehre und Krankenversorgung können an einem Universitätsklinikum nicht auseinander dividiert werden”, betonte Siewert. Die Investitionsquote sollte verlässlich auf zwölf Prozent angehoben werden. Für den Großteil der Krankenhäuser liege sie heute aber bei nur fünf Prozent.   © hil/aerzteblatt.de

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