Ausland

Australien: Bereitschaft zu Sterbehilfe abhängig vom Fachgebiet des Arztes

Dienstag, 22. April 2008

Brisbane – Die Bereitschaft zur Sterbehilfe unter australischen Ärzten ist laut einer Studie von deren Fachgebiet abhängig. Ärzte, die hauptsächlich mit Schwerst- und Todkranken zu tun haben, stehen der Euthanasie weitaus ablehnender gegenüber als andere Kollegen, so das Ergebnis einer am Dienstag im Medical Journal of Australia veröffentlichten Untersuchung unter 1.400 australischen Medizinern.

Jeweils mehr als ein Viertel der befragten Geburtshelfer, Anästhesisten und Gynäkologen signalisierten demnach ihre Bereitschaft, Schwerstkranke mit einer Lebenserwartung zwischen zwei Wochen und drei Monaten durch Euthanasie sterben zu lassen. Unter den Krebsärzten und Fachärzten für Geriatrie habe dagegen nur rund ein Prozent der Befragten Sterbehilfe befürwortet.

Der Autor der Studie und Professor für Medizinethik an der Universität von Queensland, Malcolm Parker, sagte australischen Medien, unter Palliativärzten seien religiöse Überzeugungen stärker verbreitet als unter anderen Medizinern. Das beinhalte den Standpunkt, Beihilfe zum Selbstmord sei unmoralisch. Mit Sorge beobachtet Parker nach eigenen Worten ein weiteres Resultat seiner Studie: Vier Prozent aller befragten Ärzte sind demnach bereit, den Tod von Patienten mit einer Lebenserwartung von weniger als drei Monaten ohne deren Einwilligung mit Medikamenten zu beschleunigen. © kna/aerzteblatt.de

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