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Pay for Performance: KBV fordert mehr Geld für bessere Leistungen

Donnerstag, 24. April 2008

Berlin – Eine leistungsgerechtere Vergütung hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) gefordert. „Wer bessere Leistungen bringt, soll dafür auch mehr Geld bekommen", sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Köhler zur Eröffnung der Diskussionsveranstaltung „KBV kontrovers“ am Donnerstag in Berlin.

Die Veranstaltung beschäftigte sich unter anderem mit Konzepten für eine leistungsgerechte Honorierung ärztlicher Leistungen. Köhler betonte, Transparenz und valide Indikatoren zur Qualitätsmessung ärztlicher Leistungen seien unabdingbar. Nur dann sei eine Kopplung der Qualität an die Vergütung umsetzbar.

Auch Christoph Straub, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse, betonte die Notwendigkeit valider Qualitätsindikatoren. Außerdem könne ein solches Konzept nur funktionieren, wenn es fachgruppenübergreifend angelegt werde.

Straub schlug vor, die Qualitätszuschläge aus einem separaten Honorartopf zu finanzieren. Dies habe sich schon bei der Förderung der integrierten Versorgung bewährt. Dem widersprach KBV-Vorstandsmitglied Carl-Heinz Müller. Er warnte davor, das Qualitätsbudget vom Gesamtbudget für die Honorare abzuziehen. „Die Ärzteschaft ist nicht mehr bereit in Vorleistung zu treten.“ So ließen sich die Ärzte nicht mitnehmen.

KBV-Chef Köhler verwies er auf das Projekt AQUIK (Ambulante Qualitätsindikatoren und Kennzahlen). Damit würden anhand von nationalen und internationalen Expertisen verfügbare Indikatorensets für die ambulante Versorgung erfasst, analysiert und auf ihre Eignung für das deutsche Gesundheitssystem geprüft.

„Nur, wenn alle kritischen Fragen nachvollziehbar beantwortet werden, können Pay-for-Performance-Programme zum Nutzen der Patienten, der Ärzte und der Krankenkassen umgesetzt werden“, sagte Köhler. © hil/SR/aerzteblatt.de

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