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Demografischer Wandel spürbar: Mehr Gelenkersatz und Schenkelhalsfrakturen

Donnerstag, 24. April 2008

Berlin – Der demografische Wandel in Deutschland spiegelt sich bereits „sehr deutlich“ in den Behandlungsstatistiken der Orthopädie und Unfallchirurgie wider. Das haben die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie betont.

So habe die Zahl der Krankenhausbehandlungen bei Erkrankungen von Knochen und Gelenken nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zwischen 1994 und 2005 um 37,1 Prozent zugenommen. Insgesamt hätten Ärzte im Jahr 2005 rund 1,4 Millionen Patienten wegen dieser häufig altersbedingten Erkrankungen behandelt.

Die Präsidenten der Fachgesellschaften, Joachim Grifka und Axel Ekkernkamp, betonten, Deutschland nehme bei der Versorgung von alten Menschen mit Gelenkdegenerationen und -verletzungen weltweit eine führende Position ein. Trotz einer schnell steigenden Zahl alter und sehr alter Menschen in Deutschland gebe es anders als in den meisten Ländern keine Wartelisten für Gelenkersatz, alte Menschen mit einem häufig lebensbedrohenden Schenkelhalsbruch würden sicher und schnell versorgt.

Dies werten die beiden Präsidenten als deutliches Indiz für eine gute flächendeckende Versorgung durch niedergelassene und im Krankenhaus tätige Orthopäden und Unfallchirurgen. Sie betonen aber auch, dass angesichts der künftig noch schneller wachsenden Zahl alter und sehr alter Menschen damit zu rechnen sei, dass die Zahl der Erkrankungen und Verletzungen von Knochen und Gelenken nochmals deutlich steigen werde. © hil/aerzteblatt.de

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