Vermischtes

Bald höherer Behinderungsgrad mit insulinpflichtigem Diabetes

Freitag, 25. April 2008

Kassel – Mehrere hunderttausend insulinpflichtige Diabetiker haben Aussicht auf eine höhere Behinderten-Einstufung und damit auch auf einen Behindertenausweis. Mit einem am Freitag bekannt gegebenen Urteil kritisierte das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel die Grundlagen, nach denen die Einstufung bislang erfolgt. Diese würden den Beeinträchtigungen insbesondere der Typ-II-Diabetiker nicht gerecht. (Az: B 9/9a SB 10/06 R)

Bundesweit gibt es 500.000 Diabetiker vom Typ I, die alle auf Insulin angewiesen sind. Der Typ II entwickelt sich meist erst später, ist aber weit häufiger. Von den bundesweit sieben Millionen Betroffenen schätzen Experten den Anteil „Insulinpflichtiger“ auf zehn bis 20 Prozent. Bei der Berechnung des Behinderungsgrades orientieren sich die Behörden bislang an den „Anhaltspunkten für die Ärztliche Gutachtertätigkeit“. Dort wird Typ-I-Diabetikern von vornherein ein höherer Behinderungsgrad beigemessen als beim Typ II.

Nach Einschätzung des BSG ist dies so generell nicht gerechtfertigt. Neben dem Therapieerfolg müsse stärker auch der Therapieaufwand berücksichtigt werden, der nötig sei, um einen stabilen Zuckerstoffwechsel zu erreichen. Als Konsequenz haben Diabetiker vom Typ II, die mehrfach am Tag Insulin spritzen müssen, deutlich höhere Chancen, einen Grad der Behinderung von 50 Prozent zu erreichen. Diese Schwelle ist entscheidend für die verschiedenen Vergünstigungen für Schwerbehinderte. © afp/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Vermischtes

Fachgebiet

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige