Ausland

Schweiz: Sterbehilfeorganisation hat 1.500 neue Mitglieder

Montag, 28. April 2008

Zürich – Die Schweizer Sterbehilfeorganisation „Exit“ hat im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben rund 1.500 neue Mitglieder gewonnen. Auch das Spendenaufkommen sei 2007 überdurchschnittlich ausgefallen, teilte die Organisation am Wochenende in Zürich mit.

Der Verein zählt nach eigener Darstellung 50.000 Mitglieder allein in der Deutschen Schweiz und im Tessin. „Exit“ bietet seinen Mitgliedern Beihilfe zur Selbsttötung an. Außerdem wirbt die Organisation für Patientenverfügungen, in denen die Verfasser auch ihren Wunsch nach Suizid in bestimmten Fällen festlegen können.

“Exit“ unterstützt in solchen Fällen Angehörige bei der Durchsetzung solcher Patientenverfügungen. Zur Selbsttötung verwendet die Organisation Natrium-Pentobarbital, das in Deutschland in der Humanmedizin verboten ist und in der Schweiz nach einer Untersuchung von einem Arzt verschrieben werden kann.

Als neuen Sprecher wählte die Sterbehilfe-Organisation den Journalisten Bernhard Sutter, der bis vor kurzem Präsident des Zürcher Pressevereins (ZPV) war. Sutter löst den ehemaligen Radiodirektor Andreas Blum ab, der im Oktober zurückgetreten war; er warf „Exit“ vor, das Betäubungsmittelgesetz zu verletzen und sich zu wenig von der Sterbehilfe-Organisation „Dignitas“ von Ex-Journalist Ludwig A. Minelli abzugrenzen.

Dignitas“ ist ebenfalls eine Schweizer Organisation, die 2005 in Deutschland einen Ableger gegründet hat. Sie will die Legalisierung der Beihilfe zur Selbsttötung in der Bundesrepublik durchsetzen. „Dignitas“ hat 6.000 Mitglieder und ist die einzige Organisation, die auch Ausländern in der Schweiz die Sterbehilfe ermöglicht.

Beihilfe zur Selbsttötung ist in der Schweiz unter bestimmten Voraussetzungen legal, wenn sie nicht mit Gewinnabsicht durchgeführt wird. © kna/aerzteblatt.de

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