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Alkoholmissbrauch: Kinder sollen im Notfall ins Heim

Mittwoch, 14. Mai 2008

Berlin – Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) will angesichts des steigenden Alkoholmissbrauchs von Jugendlichen ein hartes Durchgreifen der Familienrichter per Gesetz ermöglichen. Diese sollten „künftig Erziehungsgespräche führen dürfen, Weisungen erteilen und, wenn diese von den Eltern nicht befolgt werden, als letzte Möglichkeit auch schneller gefährdete Kinder aus schwierigen Familien herausnehmen dürfen“, sagte Merk der Tageszeitung „Die Welt“ vom Mittwoch. Die Eltern müssten mit der Problematik stärker als bisher konfrontiert werden, weil Jugendlichen nach Verbüßen einer Strafe häufig wieder rückfällig würden.

Die Familienrichter sollten das Vorgehen in Zukunft intensiv begleiten können und mit der betroffenen Familie in ständigem Kontakt bleiben. Merk nannte einen solchen Eingriff des Staates in die familiäre Privatsphäre „unverzichtbar“. Sollten sich Eltern den richterlich angeordneten Maßnahmen verweigern, könnten diese „im Extremfall veranlassen, dass das Kind in eine geschlossene Erziehungseinrichtung kommt, wo es eine professionelle und fürsorgliche Erziehung erhält“, sagte Merk. Zuvor müssten jedoch alle Möglichkeiten ausgereizt werden, damit dass nicht passiert. © ddp/aerzteblatt.de

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