Ausland

Euthanasie-Anfragen in Belgien steigen rapide an

Mittwoch, 21. Mai 2008

Brüssel – In Belgien haben in den vergangenen Wochen die Anfragen nach aktiver Sterbehilfe stark zugenommen. Grund dafür sei, dass Euthanasie tabuloser diskutiert werde, nachdem unter anderem der Schriftsteller Hugo Claus sein Leben durch aktive Sterbehilfe beendet habe, berichteten die Zeitungen „De Standaard“ und „Het Nieuwsblad“ am Mittwoch. Allerdings sei noch nicht abzusehen, ob es sich um einen kurzfristigen Anstieg oder ein dauerhaftes Phänomen handele.

Der mehrfach als Favorit für den Literatur-Nobelpreis gehandelte Schriftsteller war an Alzheimer erkrankt und im März nach aktiver Sterbehilfe gestorben. Der belgische Kardinal Godfried Danneels kritisierte anschließend, dass in den Medien oft mehr über die Todesursache des Autors als über sein Werk berichtet worden sei.

In Belgien ist aktive Sterbehilfe seit Herbst 2002 gestattet. Voraussetzung ist, dass ein erwachsener Kranker im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte den Wunsch zu sterben „freiwillig, überlegt und wiederholt“ geäußert hat. Zudem muss er an einer unheilbaren Krankheit leiden, die ein Weiterleben für den Patienten körperlich wie psychisch unerträglich macht. © kna/aerzteblatt.de

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