Medizin

Soziale Interaktion für Alzheimerpatienten an erster Stelle

Mittwoch, 28. Mai 2008

München – Alzheimerpatienten ist das soziale Umfeld sowie die Unterstützung und Sicherheit, die sie in ihrer heimatlichen Umgebung erfahren, ebenso wichtig wie die optimale medikamentöse Behandlung der Krankheit. Das ergab eine Studie, die Alexander Kurz vom Zentrum für Kognitive Störungen an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Klinikums rechts der Isar in München Ende Mai auf der 18. Europäischen Alzheimerkonferenz in Oslo vorgestellt hat.

„Diese Patienten haben zwar eine schwere Krankheit, aber sie haben trotzdem Bedürfnisse, Hoffnungen und Erwartungen. Soweit es möglich ist, möchten sie einfach ein ganz normales Leben führen. Daher sollte den Medizinern und dem Pflegepersonal bewusst sein, dass sie den Patienten nicht nur die richtige medikamentöse Therapie anbieten, sondern ihnen auch ein Leben im intakten sozialen Umfeld ermöglichen sollten“, sagte Marc Wortmann, Geschäftsführer von Alzheimer's Disease International.

Die Studie beruht auf einer Umfrage unter Alzheimerpatienten und ihren Angehörigen. Dabei zeigte sich, dass die pflegenden Angehörigen ähnliche Bedürfnisse wie die Patienten hatten. „Die Bedürfnisse von Patienten und Angehörigen werden oft als erheblich unterschiedlich wahrgenommen. Die Untersuchung hat das jedoch widerlegt und gezeigt, dass sich ihre Wünsche in vielen Aspekten decken“, sagte Kurz. Zentraler Punkt für beide Gruppen sei die Bedeutung der Lebensqualität. Dafür seien stabile Sozialkontakte mindestens genauso wichtig wie wirksame Medikamente. © hil/aerzteblatt.de 

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