Sanddornextrakt wirkt hepatoprotektiv
Donnerstag, 14. August 2008
Delhi – Blätter der Sanddornpflanze (Hippophae rhamnoides) liefern ein leberprotektives Extrakt. Das postulieren Wissenschaftler des Defence Institute of Physiology and Allied Sciences in Delhi. Das Society of Chemical Industry’s (SCI) Journal of the Science of Food and Agriculture hat die Studie publiziert (2008; 88: 1592 – 1597).
Die Beeren des in chinesischen und russischen Bergregionen heimischen Sanddorns sind reich an Vitamin C, Vitamin E, Flavenoiden und essenziellen Fettsäuren. Auf dem Markt gibt es daher zahlreiche Sanddornprodukte. In ihrer Studie untersuchten die indischen Wissenschaftler spezielle Wirkungen von Sanddorn.
Hierzu verabreichten sie männlichen Albinoratten über fünf Tage ein Extrakt aus Sanddornblättern, bevor sie ihnen Leber schädigenden Tetrachlorkohlenstoff (CCI4) gaben. Die Forscher unterteilten die Versuchstiere in verschiedene Gruppen, die unterschiedliche Dosen Sanddornextrakt erhielten.
Die biochemische Analyse zeigte, dass Versuchstiere, die kein Extrakt aus Sanddornblättern erhielten, unter CCI4-Gabe schwerere Leberschäden entwickelten als Tiere, denen die Forscher dieses verabreichten. Als Indikatoren für Leberschäden dienten Laborparameter wie Leberenzyme, Proteine, Bilirubin und Alkalische Phosphatase.
Die Forscher vermuten, dass der hepatoprotektive Effekt auf Antioxidantien zurückzuführen ist. Sie halten die Entwicklung von sanddornhaltigen Nahrungsmitteln für entsprechende Indikationen für möglich. © hil/aerzteblatt.de
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.