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Jena: Schlaganfallbehandlung per Telemedizin

Donnerstag, 5. Juni 2008

Jena – Ein sogenanntes telekonsiliarisches Netzwerk haben die Neurologen des Uniklinikums Jena (UKJ) mit dem Eisenacher St. Georgs Klinikum aufgebaut. Für dessen Patienten sind die Schlaganfallspezialisten des UKJ jetzt ohne einen Transport erreichbar: Per Telemedizin stehen diese rund um die Uhr beratend zur Seite.

„Bei einem akuten Schlaganfall können die in Eisenach diensthabenden Kollegen sich unmittelbar mit uns über die Diagnose und weitere Behandlung beraten, ohne dass der Patient verlegt werden muss“, erklärte der Jenaer Oberarzt Albrecht Günther die neue Form der Zusammenarbeit.

Die UKJ-Neurologen sind in 24-Stunden-Bereitschaft und können per Telefonkonferenz anhand standardisierter Checklisten und der übermittelten Aufnahmen aus dem Computertomografen gemeinsam mit den Ärzten in Eisenach eine Entscheidung über die notwendigen weiteren Schritte treffen.

„Dabei muss beispielsweise schnell entschieden werden, ob eine Thrombolysebehandlung in Frage kommt und wie diese durchgeführt werden muss, denn dafür steht uns nur ein kurzes Zeitfenster von drei Stunden zur Verfügung“, so Günther.

Künftig wird die Abstimmung der Mediziner auch per Videokonferenz möglich sein. Dann können die Jenaer Ärzte Eisenacher Patienten auch per Bildschirm sehen und befragen. © hil/aerzteblatt.de

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