Leipzig – Das neue Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) in Leipzig ist am Freitag offiziell eröffnet worden. Die 110 Mitarbeiter befassen sich mit der Erforschung von Volkskrankheiten wie Schlaganfall und Herzinfarkt und wollen bei der Behandlung die Selbstheilungskräfte der Zellen nutzen, wie eine Sprecherin der Fraunhofer-Gesellschaft auf ddp-Anfrage sagte. Dabei müssen Zellmechanismen erfasst und in die Verfahrenstechnik und Therapie integriert werden.
Der für den Aufbau Ost zuständige Bundesverkehrsminister, der frühere Leipziger Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee (SPD), nannte die Biotechnologie ein „wichtiges Zukunftsfeld“ und einen Schlüssel für die wirtschaftliche Entwicklung in den neuen Ländern. Dabei komme es besonders auf Spezialisierung an, was am Standort Leipzig mit dem Fokus auf regenerative Medizin gut gelungen sei.
Der Grundstein für das IZI war 2005 gelegt worden. Bislang arbeiteten die Wissenschaftler in angemieteten Räumen in der benachbarten Bio City. Insgesamt kostet der Institutsbau rund 24 Millionen Euro, die von der EU, der Bundesregierung und dem Freistaat Sachsen bereitgestellt wurden.
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