Ärzteschaft

Bundesärztekammer betont Unterschied zwischen Sterbehilfe und -begleitung

Dienstag, 8. Juli 2008

Berlin – Auf den Unterschied zwischen Sterbehilfe und Sterbebegleitung hat die Bundesärztekammer (BÄK) hingewiesen. „Ärzte stehen selbstverständlich todkranken Patienten bei und versuchen das Leiden dieser Menschen zu mindern. So gibt es Situationen, in denen sonst angemessene Diagnostik und Therapieverfahren nicht mehr angezeigt und Begrenzungen geboten sein können. Dann tritt palliativmedizinische Versorgung in den Vordergrund. Das aber ist keine Sterbehilfe, sondern Sterbebegleitung“, sagte der BÄK-Präsident Jörg-Dietrich Hoppe.

Der BÄK-Präsident kritisierte, in der aktuellen Diskussion werde manchmal der Eindruck erweckt, Ärzte würden schon dann gegen das Verbot der Tötung auf Verlangen verstoßen, wenn sie beispielsweise bei einem Sterbenskranken mit dessen Einverständnis die künstliche Ernährung einstellten.

„Dieser Eindruck ist falsch. Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr können für Sterbende eine schwere Belastung darstellen. Deshalb gehört die künstliche Ernährung nicht zur unverrückbaren Basisbetreuung. Jedoch müssen Hunger und Durst als subjektive Empfindungen gestillt werden“, erklärte Hoppe. Er wandte sich scharf dagegen, dass Ärzte Patienten bei ihrem Suizid unterstützen.

„Tötung auf Verlangen ist eine Scheinlösung und darf keinesfalls akzeptiert werden. Sie verweigert die wirklich gebotene Hilfe für todkranke Patienten. Die Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass Ärzte ihnen beistehen und alles dafür tun, Leiden zu lindern und Angst zu nehmen. Aktive Sterbehilfe etwa durch Einschläfern wie in der Tiermedizin darf es nicht geben“, betonte der Ärztepräsident. © hil/aerzteblatt.de

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