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Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft fordert Präventionsgesetz

Mittwoch, 9. Juli 2008

Warnemünde – Die Teilnehmer der nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft in Warnemünde haben am Mittwoch die Verabschiedung eines Präventionsgesetzes des Bundes gefordert. Anders könne man kaum Strukturen aufbauen, die nötig seien, allen Bürgern Gesundheitsvorsorge in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld zu ermöglichen, sagte Kongresspräsident Horst Klinkmann. Der Bund habe zwar einen Aktionsplan zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel und Übergewicht vorgelegt, es fehle aber die gesetzliche Pflicht für Versicherungen und Krankenkassen, in Vorsorge zu investieren.

Gesundheitsvorsorge finde bei den Krankenkassen bislang vorwiegend für einzelne Versicherte oder als Marketinginstrument statt, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Rolf Schwanitz (SPD), in Warnemünde. Diese Angebote erreichten aber nur jene, die ohnehin in diesen Bereich investierten.

Es gebe kaum Angebote beispielsweise für Arbeitslose oder in Wohngegenden mit sozial schwachen Bewohnern, „da ist Vorsorge gänzlich uninteressant für die Kassen“, kritisierte Schwanitz. Ein Präventionsgesetz, ähnlich wie es in Österreich und der Schweiz bereits umgesetzt sei, könnte das ebenso ändern wie die Einbindung der privaten Kassen.

Auf der Gesundheitskonferenz betonten auch Vertreter der Krankenkassen Barmer, AOK und der Techniker Krankenkasse ihr Interesse an einem bundesweiten Präventionsgesetz. Bislang laufen nach ihren Angaben zu viele Projekte der Gesundheitsvorsorge parallel. Diese Zustimmung der Kassen sei neu, sagte Schwanitz. Mit Hinweis auf die Befindlichkeiten der Krankenkassen habe die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag bislang die Zustimmung zum Präventionsgesetz verwehrt. © ddp/aerzteblatt.de

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