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Mehr Nierensteine durch Klimawandel

Dienstag, 15. Juli 2008

Dallas - Zu den unerwarteten Folgen des Klimawandels könnte eine Zunahme von Nierensteinerkrankungen gehören. Für die USA errechnen Urologen in den Proceedings of the National Academy of Sciences (2008; doi: 10.1073/pnas.0709652105) einen Anstieg um 30 Prozent bis zum Jahr 2050.

Eine Dehydration gehört zu den Risikofaktoren für Nierensteine. Sie erklärt die höhere Prävalenz in den Südstaaten der USA, dem so genannten „Nierensteingürtel“. Er umfasst derzeit die Staaten Alabama, Arkansas, Florida, Georgia, Louisiana, Mississippi, North Carolina, South Carolina und Tennessee und wird sich, wenn die Geowissenschaftler Tom Brikowski und die Urologin Margaret Pearle von der Universität von Texas in Dallas recht behalten, langsam in Richtung Norden ausdehnen.

Die Forscher legen ihren Berechnungen die Ergebnisse des 4. Klimaberichts des Weltklimarates (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) zugrunde. Danach steigt der Anteil der US-Amerikaner, die in Hochrisikozonen für eine Nephrolithiasis leben, von 40 Prozent in 2000 auf 56 Prozent in 2050. In 2095 könnten sogar 70 Prozent im immer breiter werdenden Nierensteingürtel leben. Bis 2050 würde das für die USA zwischen 1,6 bis 2,2 Millionen zusätzlicher Erkrankungen bedeuten, deren Behandlung Mehrkosten von 0,9 bis 1,3 Milliarden US-Dollar verursachen würden. © rme/aerzteblatt.de

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