800.000 Menschen in Deutschland leiden an Kaufsucht
Freitag, 18. Juli 2008
Hannover – 800.000 Menschen in Deutschland kaufen regelmäßig aus Sucht. Diese Zahl veröffentlichte die Techniker Krankenkasse (TK) am Freitag in Hannover. „Die Tendenz hat in den vergangenen zehn Jahren spürbar zugenommen“, sagte TK-Sprecherin Ulrike Fieback. Die Dunkelziffer der Kaufsüchtigen sei wesentlich höher.
Kaufsucht, auch Oniomanie genannt, sei eine psychische Erkrankung, die sich in zwanghaftem Kaufen unnützer Dinge äußere, erklärte der Ludwigshafener Psychologieprofessor Gerhard Raab. Das Kaufen von Produkten wirke als Ersatz für Anerkennung, für fehlende Liebe und innere Leere. Werde der Betroffene am Kaufen gehindert, verspüre er Entzugserscheinungen wie Herzrasen und Schweißausbrüche.
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