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Neuer Wirkstoff soll Anti-Krebs-Faktor p53 stabilisieren

Donnerstag, 31. Juli 2008

Cambridge/München – Ein Forscherteam an der University of Cambridge, United Kingdom, unter der Leitung von Alan Fersht, hat unter knapp drei Millionen chemischen Verbindungen eine identifiziert, die selektiv eine Struktur des Moleküls p53 bindet und dieses stabilisiert, indem es dessen Schmelztemperatur erhöht. Dies kann für die Krebstherapie sehr bedeutsam sein, denn p53 ist ein Schutzfaktor (Tumorsuppressor), der unkontrolliert wachsende Zellen in den programmierten Selbstmord zwingen kann. Die Wissenschaftler publizierten ihre Ergebnisse in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS 2008 105:10360-65).

Bei etwa der Hälfte der menschlichen Tumoren finden sich fatale Veränderungen im p53-Gen. Das zugehörige p53-Protein kann dann seinen Aufgaben als Anti-Krebs-Faktor nicht mehr nachkommen. Eine typische Variante lässt das Protein empfindlich auf die Körpertemperatur reagieren und ausfallen.

„Die Zelle ist permanent der UV-Strahlung und anderen Stressfaktoren ausgesetzt, die das Erbmolekül DNA schädigen können“, berichtet einer der Autoren der Studie, Frank Böckler vom „Center for Drug Research“ der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Das p53-Molekül sähen Wissenschaftler dabei als Antwort auf die verschiedenen schädigenden Einflüsse. Die p53-stabilisierende Substanz wollen die Wissenschaftler jetzt optimieren, um sie in Zukunft möglicherweise für die Krebstherapie einzusetzen. © hil/aerzteblatt.de

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