Ärzteschaft

Gendiagnostikgesetz: Bundesärztekammer begrüßt Arztvorbehalt

Donnerstag, 31. Juli 2008

Berlin – Die Bundesärztekammer (BÄK) hat die geplanten Regelungen im Gendiagnostikgesetz begrüßt. „Wichtig ist vor allem die genetische Beratung vor und nach den Tests durch entsprechend qualifizierte Ärztinnen und Ärzte. Es ist deshalb sehr zu begrüßen, dass in dem Referentenentwurf für ein Gendiagnostikgesetz ein Arztvorbehalt bei prädiktiven genetischen Untersuchungen festgeschrieben wird“, sagte der BÄK-Präsident Jörg-Dietrich Hoppe anlässlich einer Expertenanhörung am Mittwoch.

Die Ärzteschaft unterstütze, dass mit dem geplanten Gendiagnostikgesetz ein verbindlicher Rechtsrahmen für genetische Untersuchungen geschaffen werde. Das Gesetz stelle zum Beispiel klar, dass niemand wegen seiner genetischen Eigenschaften diskriminiert werden dürfe. Deshalb sei es richtig, genetische Untersuchungen auf Verlangen des Arbeitgebers oder eines Versicherungsunternehmens grundsätzlich zu verbieten, sagte Hoppe.

Auch weitere wichtige Forderungen der Ärzteschaft wie die Verankerung eines Rechtes auf Nichtwissen und die Freiwilligkeit der Teilnahme an genetischen Untersuchungen seien in dem vorliegenden Entwurf berücksichtigt. Problematisch sei allerdings, dass die Reichweite des Gesetzes auf die Methode der genetischen Diagnostik beschränkt bleibt. Nicht-genetische Tests würden vom Gesetz nicht erfasst, obwohl beispielsweise die virologische Diagnostik einer HIV- oder Hepatitis-Infektion durchaus prognostischen Charakter habe.

Hoppe kritisierte außerdem, dass der Richtlinienentwurf wichtige Bereiche der ärztlichen Berufsausübung regelt. Dies sei aber Aufgabe der Landesärztekammern. © hil/aerzteblatt.de

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