Ärzteschaft

KBV: Verhandlungen zur Honorarreform ausgesetzt – Angebot der Kassen inakzeptabel

Donnerstag, 7. August 2008

Berlin – Nach der ersten Verhandlungsrunde um die Reform der vertragsärztlichen Vergütung zwischen Ärztevertretern und Krankenkassen ist eine Einigung in weite Ferne gerückt. „Das Angebot der Kassenseite ist für uns vollkommen inakzeptabel“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler im Anschluss an das Treffen des sogenannten Erweiterten Bewertungsausschusses in Berlin.

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„Wir sind mit drei Grundforderungen in die Verhandlungen gegangen, die wir auch immer klar kommuniziert haben: 1. die Trennung der Honoraranteile für Haus- und Fachärzte. 2. die Angleichung der ärztlichen Vergütung in Ostdeutschland auf das West-Niveau und eine spürbare Erhöhung der Vergütung bundesweit. 3. Die Honorarreform darf nicht zu Mittelabflüssen aus den südlichen Bundesländern führen“, betonte Köhler. 

Köhler betonte, dass die die Verhandlungspartner keine von der Politik bereits gemachten Zusagen eingehalten hätten,  daher würden die Gespräche bis auf Weiteres ausgesetzt. „Wir appellieren ausdrücklich an die Politik, sich an ihre Versprechen zu halten.

Vertreter verschiedener Parteien, inklusive der Bundeskanzlerin, haben uns ihre Zusage gegeben, dass die Honorarsumme um mindestens 2, 5 Milliarden Euro aufgestockt wird. Wenn sie nun einen Rückzieher macht, ist die Qualität und Flächendeckung der ambulanten Versorgung nicht aufrechtzuerhalten. Dies wäre nicht zuletzt für die Patienten ein verheerendes Signal“, betonte der KBV-Chef. 

Der neue Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) beklagte, eine Lösung sei "zum Greifen nah" gewesen. Die Ärztevertretung habe dann "Probleme bei der Datenabklärung" vorgeschoben. GKV-Spitzenverbands-Vize Johann-Magnus von Stackelberg rief die Ärztevertreter auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. © EB/aerzteblatt.de

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